Training für den Cotopaxi

Sehr kurzfristig hatten sich unsere Pläne für die nächsten Tage noch geändert. Wir sind nicht wie ursprünglich gedacht direkt in den Parque Nacional Cotopaxi gefahren, sondern haben uns vorher noch auf zwei Akklimatisierungstouren begeben. So bestiegen wir an einem Abend den Ilaló und am anderen Tag den Pasochoa um die bestmögliche Vorbereitung für das große Vorhaben herauszuholen.

Nachdem wir von unserer Zelttour zurückgekommen waren, unterhielten wir uns noch ein wenig mit unserer Gastfamilie. Hier stellte sich heraus, dass wir gar nicht richtig Bescheid gegeben hatten, dass wir den Cotopaxi besteigen wollen. Gleich kam die Aussage, dass unsere Akklimatisierung und Vorbereitung doch niemals reichen würde. Letztendlich haben sie uns ein recht schlechtes Gewissen eingeredet, sodass wir uns entschieden haben, noch nicht direkt in den Nationalpark zu fahren.

Stattdessen wollten wir nun erst zwei Tage trainieren gehen um anschließend überprüfen zu können, ob wir den Cotopaxi schaffen könnten. Sara, die Freundin unseres Hosters, begleitete uns hierbei und schlug nicht zu einfache Touren vor.

Ilaló

Der Dienstag war sehr entspannt geplant. Wir konnten ein wenig ausschlafen, chillen und Billard spielen. Erst am Abend gegen halb fünf fuhren wir zu einem sehr nahe gelegenem Berg, dem Ilaló. Er war nicht sehr hoch und super bis zum Sonnenuntergang zu besteigen. Das hatte außerdem den schönen Nebeneffekt von einer fantastischen Aussicht und genauso coolen Fotos von da oben.

Drei Jungs vor dem Sonnenuntergang
Drei verrückte beim Sonnenuntergang

Auch wenn das keine lange Tour war, war sie doch recht anstrengend. Es ging nämlich stets sehr steil aufwärts und an die dünne Luft waren wir auch noch nicht hundertprozentig gewöhnt. Außerdem war der Abstieg bei Nacht. Mit unseren Stirnlampen halfen wir uns bei dem Abstieg, vorsichtig musste man dennoch sein.

Pasochoa

An diesem Mittwoch sind wir etwas zeitiger aufgestanden. Die Idee war eigentlich mit der Seilbahn in Quito auf die 4000m zu fahren und auf dieser Höhe eine vierstündige Tour zu machen. Nachdem wir nach einer Stunde Fahrt dort angekommen waren, mussten wir allerdings leider feststellen, dass die Seilbahn überhaupt nicht offen hatte. Also noch eine weitere Stunde Fahrt um zu einem anderen Berg, dem Pasochoa, zu gelangen. Gut, dass wir so früh aufgestanden sind.

Zu viert auf dem Pasochoa
Team Guayas beim Training

Auch diese Tour war ziemlich steil und anstrengend, auch weil wir bis auf fast 4000m gelaufen sind. Die Wolken machten dieses Training auch nicht viel einfacher und führten sogar zu einem halbstündigen Verschwinden von Robin. Dieser ist zuvor, wie eigentlich immer, den Berg hinaufgerannt und wartete weiter oben. Jedoch nicht direkt auf dem Weg, sodass wir an ihm vorbeiliefen und uns auch vorerst nicht wiederfanden. Durch Rufen und Pfeifen konnten wir ihn zum Glück aufspüren und den Abstieg gemeinsam angehen. Ein Schock-Moment war es jedoch mit Sicherheit, denn es ist nicht gerade schwer, sich in dem Nebel zu verlaufen.

Drei Jungs im Nebel auf dem Pasochoa
Im Nebel auf dem Pasochoa

 

Was nun?

Nach diesen zwei Trainings waren wir auf jeden Fall besser vorbereitet wie zuvor. Auch Sara meinte, dass wir jetzt deutlich mehr Chancen hätten, den Cotopaxi zu besteigen. Für den folgenden Tag gab es zwar noch die Idee eines dritten Berges zur Vorbereitung, jedoch sollte man sich einen Tag vor dem Cotopaxi etwas ausruhen und Kraft sammeln. Außerdem wollten wir an Weihnachten gerne wieder in unseren Familien sein und nicht erst danach.

Also war für den nächsten Tag die Fahrt in den Nationalpark Cotopaxi geplant. Dort wollten wir eine Nacht auf den 4000m campen, um uns noch etwas zu akklimatisieren und in der Nacht auf den 23.12. den Cotopaxi besteigen. Ob wir das schaffen können?

Kommentar verfassen