Die chaotischste Reise – Zwischenhalt in Baños

Diese Busreise war wirklich die chaotischste, die ich jemals gemacht habe. Eigentlich wollten wir in den Dschungel an das andere Ende von Ecuador. Doch die Busse spielten nicht so ganz mit, weshalb wir nur über ein paar Ecken zu unserem Ziel kamen. So haben wir aber wenigstens einen Abstecher in Baños machen können.

Chaotischste Reise

Gegen drei Uhr nachmittags des zweiten Tages dieses Jahres verließen wir den Guasmo und fuhren zum Busterminal in den Norden Guayaquils. Tobias, ein MoG aus Playas, der auch mitkam und den wir dort treffen wollten, rief uns an und meinte, es gibt keine Busse mehr nach Coca. Heute nicht und morgen auch nicht. Vor Ort am Busterminal suchten wir auch noch einmal die vielen Busorganisationen ab. Doch es war tatsächlich nichts zu finden. Alles war bereits ausgebucht. Wir haben den Neujahrsverkehr wohl nicht nicht so ganz bedacht. Doch was nun?

Nach etwas wildem Kommunizieren mit unserem Dschungel-Führer und Gesuche am Terminal, entschieden wir uns für eine Fahrt mit Umsteigen in Baños. Doch auch dieser Bus ging erst vier Stunden später. So konnten wir unsere Reisepässe noch einmal aus dem Guasmo holen, die wir dort aus Schusseligkeit natürlich vergessen hatten. In dem Sinne gut, dass unser Wunsch-Bus nicht gefahren ist.

Also ging es später erneut zum Terminal um gegen halb ein Uhr nachts den Bus nach Baños zu nehmen. Viel zu früh kamen wir nach sechs Stunden Fahrt dort an. Schlaftrunken suchten wir uns ein Frühstück und erfragten, was wir hier denn machen könnte, bis unser Anschlussbus fünf Stunden später weiterfährt.

Tag in Baños

Unser Gepäck konnten wir zum Glück am Terminal verstauen, sodass wir nun mit einem Bus ein wenig aus der Stadt hinausfahren konnten. Dort wollten wir eigentlich an einen bestimmten Wasserfall laufen. Doch die paar Kilometer an der Straße wollten wir uns nicht antun. Stattdessen fuhren wir mit einer Gondel auf die andere Seite des Río Pastaza zu gelangen. Dort liefen wir auf einem recht einsamen Wanderweg für knapp zwei Stunden und genossen die traumhafte Landschaft.

Vier Jungs vor dem Panorama
Team Guayas

Auch an zwei der vielen Wasserfälle kamen wir vorbei. Den einen liefen wir etwas hinunter und den anderen, den cascada el manto de la novia, haben wir nicht ganz aus nächster Nähe gesehen. Der Eintritt von $3 dafür war uns ein wenig zu touristisch. Also kehrten wir wieder auf die andere Seite des Flusses zurück, diesmal über eine große Hängebrücke.

Wasserfall vor dem Tal
Direkt am Wasserfall
Traumhaftet Wasserfall
Ein traumhafter Wasserfall

Hier entdeckten wir eine sehr große Schaukel, mit der man weit über den Abgrund hinausflog. Eigentlich war uns das auch allen ein wenig zu teuer, doch Tobias konnte nicht ganz widerstehen und stürzte sich in das Vergnügen. Einen lauten Schrei konnte er sich beim plötzlichen Start und den ersten Metern Fall nicht verkneifen.

Tobias auf der Riesenschaukel
Ein fliegender Tobias

Weiter geht die Reise

Anschließend begaben wir uns auf den Rest unserer Reise. Die nächsten drei Stunden saßen wir im Bus nach Tena, der nächsten Zwischenstation. Denn einen Direktbus von Baños nach Coca gab es leider auch nicht. In Tena stiegen wir direkt in den nächsten Bus um und erreichten weitere drei Stunden später Coca. Mit einem Taxi fuhren wir zum Hafen, fanden dort ein günstiges Hostel und verbrachten hier so die Nacht.

Bereits um sechs Uhr in der früh mussten wir nämlich am Hafen sein, um unsere Reservierung zu bestätigen. Darauf suchten wir uns noch eine Kleinigkeit zum Frühstücken und dann ging es los. Weitere acht Stunden verbrachten wir auf einem Bot, dass uns von Coca nach Nuevo Rocafuerte, einem kleinen Dorf an der Grenze zu Peru mitten im Regenwald, brachte.

Dort am Hafen erwartete uns bereits unser Führer. Einen Tag später als geplant wegen den Komplikationen mit den Bussen. Er zeigte uns unser Hotel, erklärte noch ein wenig zur Tour und besorgte alles Nötige, was noch gefehlt hat. Wir durften uns für die kommenden, anstrengenden Tage im Dschungel ausruhen.

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