Wandern auf Galapagos – Sonnenbrand vom Feinsten

Nach der Dschungeltour hatten wir nur zwei Tage im Guasmo, worauf wir schon wieder auf die nächste Reise abhauten. Meine letzte Reise hier in Ecuador ging auf die Galapagos Inseln. Dort wollten wir ein weiteres Projekt von MoG besuchen und die einzigartige Tierwelt kennenlernen.

Ein Tag vor unserem Abflug schrieb ich Janic, einem MoG aus dem Galapagos-Projekt, wann und wo wir ankommen würden, damit sie uns abholen könnten. Doch er meinte nur, das werden sie wohl nicht schaffen, das sei die falsche Insel. Ups… Ich wusste gar nicht, dass es mehr als einen Flughafen auf den vielen Inseln gibt. Meine Mutter schaffte es allerdings innerhalb von einer halben Stunde den Flug quasi kostenlos auf die richtige Insel umzubuchen. So konnten wir zum Glück doch noch direkt auf die richtige Insel fliegen.

Constantin und ich im Flugzeug
Zwei Abenteurer im Flugzeug

Vom Flughafen auf der Insel Baltra mussten wir zwei Busse und eine Mini-Fähre nehmen, um nach Puerto Ayora auf der Insel Santa Cruz zu kommen. Die MoGs hatten uns leider nicht abgeholt, da sie zu einer Besprechung mussten. Aber mit einem Standort bewaffnet, fanden wir schließlich das Haus und die WG vor Ort. Die MoGs auf Galapagos leben nämlich, anders als im Guasmo, zusammen in einer Freiwilligen-WG. Doch als wir dort ankamen, saßen alle (Theresa, Fritz, Janic und Flo) gemütlich da. Sie hatten nicht erwartet, dass wir so schnell wären. Sonst hätten sie uns doch abgeholt.

Während die anderen jetzt zu ihrer Besprechung gingen, suchten Cons und ich uns im Ort etwas zu Essen. Da merkten wir zum ersten Mal wie teuer hier alles ist. Galapagos ist einfach sehr touristisch und im Vergleich zu Guayaquil zahlt man überall ungefähr das Doppelte. Doch mit etwas Glück fanden wir ein Mittagessen für $5.

Encebollado
Encebollado zum Mittagsessen

Anschließend suchten wir uns einen Strand in der Nähe des Hafens. Dort machten wir es uns gemütlich und genossen die letzten Sonnenstunden. Bis man leider gegen fünf Uhr nachmittags vom Strand verscheucht wurde. Nachtruhe, damit die Tiere sich nicht zu bedrängt fühlen.

Kleiner Strand auf Galapagos
Genießen der ersten Galapagos-Sonne

Lavatunnel

Den nächsten Tag begannen wir alle Freiwilligen zusammen. Wir fuhren ein wenig mit einem Bus und liefen darauf noch ein Stückchen. Schließlich kamen wir zu einem Eingang zu einem Lavatunnel. Leider mussten wir hier immerhin $3 pro Person hergeben. Doch dafür durften wir anschließend den Lavatunnel betreten und die halbe Stunde durch ihn hindurch laufen.

Constantin und Theresa auf dem Weg zum Lavatunnel
Auf dem Weg zum Lavatunnel

Der Lavatunnel an sich war sehr beeindruckend. Die Vorstellung, dass dort einmal Unmengen an flüssigem Gestein durchgeflossen sind, ist unglaublich. Denn der Tunnel war einige Meter hoch und dafür ziemlich groß.

Dunkelheit des Lavatunnels
Los tuneles del amor (Die Tunnel der Liebe)

Wanderung

Nun trafen wir Janic, der den Vormittag noch ein wenig länger geschlafen hatte, und zwei weitere Mädels, Freunde von den Freiwilligen. Zusammen fuhren wir mit einem Taxi ein wenig weiter den Berg hinauf um von dort aus zu wandern. Es war keine lange Wanderung, dafür wurden wir mit einer super Aussicht über die ganze Insel Santa Cruz belohnt.

Gruppenbild von neun Wanderern
Gruppenbild auf der Wanderung

Die Sonne war allerdings stärker als ich erwartet hätte. Trotz zweimaligem Eincremen hatte ich anschließend einen fetten Sonnenbrand um den Hals herum. Der hat dann die nächsten Tage auch so richtig weh getan. Gut, dass man hier jeden Tag an der Sonne ist. Wirklich helfen tut Sonne gegen einen Sonnenbrand nicht.

Kleiner Vulkankrater
Der bestiegende Gipfel

Ein Tag am Strand

Den zweiten vollen Tag auf Galapagos verbrachten wir am Strand. Zusammen liefen wir alle zum Tortuga Bay, suchten uns einen schönen Schattenplatz. Denn in der Sonne war es fast nicht auszuhalten. Auch meinen Sonnenbrand sollte ich besser noch ein klein wenig auskurieren.

Strand Tortuga Bay
Tortuga Bay

Hier verbrachten wir nahezu den ganzen Tag. Ich meist schlafend im Schatten, schön war es aber trotzdem. Faszinierend ist dann doch, wie viele Tiere wie nah an einen herankommen. Kleine nervige Vögel, ein Pelikan im Wasser, der Blaufußtölpel fliegt über einen hinweg, die Robbe sonnt sich im Strand und genauso der Leguan.

Leguan am Strand
Leguan am Tortuga Bay

So waren die ersten zwei Tage auf Galapagos auch schon um. Für den nächsten Tag, den Montag, hatten wir uns spontan für einen Trip auf die Insel San Cristóbal entschieden. Denn jede Insel hat seine eigenen Besonderheiten. Also muss man schon ein paar abklappern. Mal sehen, wo es sonst noch hin verschlagen wird.

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