Tiere, Strand und Meer – Auf San Cristóbal in Galapagos

Santa Cruz wurde uns zu langweilig. Zumindest für den Moment. Somit haben wir uns auf die nächste Insel, San Cristóbal, begeben. Wir unternahmen kleine Wanderungen, fuhren in die Highlands, sahen Riesenschildkröten, genossen Strand, Meer und Sonnenuntergänge und vieles mehr.

So begaben wir uns am Montag, ziemlich spontan, in der früh nach San Cristóbal. Zwei Stunden ungemütliche, wellige Bootsfahrt, für die wir auch noch gar nicht so wenig Geld hinblättern musste. Wie ich es trotzdem geschafft habe zu schlafen, ist mir ein Rätsel.

Auf San Cristóbal suchten wir uns direkt ein kleines Hostel, das günstigste, was man auf den Inseln hier wohl finden konnte. Wir ließen unsere Sachen dort und begaben uns direkt auf einen kleinen Ausflug. Ein wenig Wandern passte uns ganz gut in den Sinn. Rechts vom Hafen begann ein kleiner Wanderweg.

Strandwanderung

Vom Hostel aus liefen einen kleinen Weg zum Strand hinunter. Wir hatten bereits bemerkt, dass wir unser Wasser vergessen hatten, aber die Faulheit hatte dann doch irgendwie gesiegt, was nicht gerade die beste Entscheidung war. Jedenfalls kamen wir so an einen ersten Strand. Mit ganz vielen Robben, den lobos marinos, den coolsten Tieren überhaupt. Die sind so entspannt, liegen hauptsächlich herum und es ist einfach witzig ihnen zuzusehen.

Roobe am Strand
Einer der sympathischen lobos marinos

Also liefen wir so unseren Strandweg entlang. Wir kamen an eine Bucht. Plötzlich entdeckten wir im Wasser eine Schildkröte, sodass wir uns nicht mehr zurückhalten konnten. Wir zogen unser Schnorchelzeug an und sprangen ins Wasser, was wegen dem guten Wellengang gar nicht so einfach und ungefährlich war. Leider war die Sicht letztendlich etwas schlecht, weshalb wir dann doch relativ bald wieder weiter liefen.

Schorchelbucht
Schnorchelbucht

Wir kamen nicht viel später zu einem weiteren Strand und fanden dort sogar ein schattiges Plätzchen, wo wir es uns bequem machten. Hier durfte eine zweite Erfrischung im Wasser natürlich nicht fehlen. Gerade, weil wir ja etwas zu trinken vergessen hatten…

Ich im Meer
Ein Simon im Wasser

Der Rückweg war ein schneller, denn wir waren mittlerweile ziemlich durstig. Wieder im Hotel, sprechen uns plötzlich zwei Nachbarn mit gebrochenem Englisch an, ob wir Lust hätten mit ihnen am nächsten Tag eine Taxi-Tour zu machen. Denn damit sie bezahlbar wird, müsse man mindestens zu viert sein. Nachdem uns erklärt wurde, was man dort erleben wird, überlegten wir nicht lange und sagten zu.

Taxi-Tour über die Insel

Das Taxi startete direkt neben unserem Hostel. Ein fünfter Mitfahrer, ein Argentinier, gesellte sich noch zu uns. Diesen sollten wir in den nächsten Tagen noch öfter treffen. Der erste Halt war eine kleine Kraterlagune, El Junco. Von einem Parkplatz etwa 200 Meter weiter unten liefen wir zu der Lagune hinauf und umrundeten diese einmal in Ruhe.

Fünf Menschen vor einer Lagune
Das Taxi-Tour-Team bei der Lagune

Der nächste Halt war der Galapaguero de Cerro Negro, ein kleiner Pfad, auf dem es nur so von Riesenschildkröten gewimmelt hat. Diese Tiere sind einfach so unglaublich langsam. Hätten sie nicht das riesen Glück gehabt, keine natürlichen Feinde zu haben, hätten sie niemals so lange überlebt. Es ist ein Tier, dass nur frisst, nichts macht oder sich extrem langsam bewegt.

Riesenschildkröte
Drollige Riesenschildkröte

Auf dem Pfad konnte man Schildkröten von ganz klein bis ganz groß sehen. Mehr als 70kg wiegen die Tiere und bis zu 150 Jahre alt werden sie. Die Größe ist auch deswegen so enorm, da die Tiere ihres ganzes Leben wachsen und keine Endgröße erreichen.

Die letzte Station war nun noch ein Strand, der Playa Puerto Chino. Hier hatten wir eine dreiviertel Stunde Zeit um uns auszuruhen, zu schnorcheln und zu genießen. Dann mussten wir wieder los, auch weil zwei der Teilnehmer zum Flughafen mussten. Wir anderen drei hatten aber nur sehr wenig Lust schon zurückzukehren und überredeten den Fahrer, dass er, nachdem er beim Flughafen war, wieder zurückzukommt um uns mitzunehmen. So habe ich die restliche Zeit am Strand verschlafen. Das war nicht so ganz wie geplant, aber erholt war ich danach allemal.

Der letzte Tag

Cons stand bereits sehr früh auf und suchte am Hafen nach einer spontanen Möglichkeit bei einer Tour mitzufahren. So fand er eine Tour zum Kicker’s Rock und war gegen neun Uhr dann endgültig verschwunden. Ich war an diesem Tag eher auf etwas Ruhiges aus, so cool diese Tour auch bestimmt war. Einen gechillten Tag, das brauchte ich jetzt. Und günstiger war er auch.

So lief ich auch los um an einen neuen Strand zu kommen. Doch leider stand ich auf irgendwann auf einer endlos scheinenden Landstraße. Da verging mir etwas die Lust die letzten drei Kilometer hier entlang zu laufen. Ich drehte um und ging an einen mir bereits bekannten Strand. Hier kühlte ich mich im Meer ein wenig ab und legte mich unter einen Strauch in den Schatten.

„Haaaaargggh“, hörte ich plötzlich direkt neben mir. Eine recht kleine Robbe watschelte heran und legte sich nur einen Meter neben mir in den Sand. Das ist das besonders Schöne an Galapagos. Die Tiere haben hier keine Angst vor dem Menschen. Das hat ganz einfach den Grund, dass hier die Tiere noch nie wirklich gefangen oder getötet wurden, wie es sonst fast überall auf der Welt der Fall ist.

Kleine Robbe neben einem Kinderwagen
Kleine Robbe

Später kehrte ich wieder in den Ort zurück und traf mich mit Cons. Noch eine kleine Mahlzeit und jetzt ging es wieder zu den anderen Freiwilligen nach Santa Cruz. Es waren auf jeden Fall schöne und entspannte Tage für mich. Die nächste Reise sollte dann auf Floreana gehen. Was uns dort erwarten wird?

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