Schwimmen mit Robben und Schildkröten – Insel Floreana

Lang hatten wir es auf Santa Cruz nicht ausgehalten, da packte uns schon wieder die Reiselust und mit den Freiwilligen vor Ort zusammen ging es auf eine etwas kleinere Insel, auf Floreana. Kein Handy-Netz, kaum Menschen, viele Tiere, viel Spaß und viele schöne Momente hatten wir in zweieinhalb Tagen auf der Insel.

Nach zwei anstrengenden Stunden Überfahrt auf dem Schiff von Santa Cruz nach Floreana waren wir gegen halb elf endlich am Ziel. Sofort wurden wir von jeder Menge Tieren begrüßt. Leguane besetzten den ganzen kleinen Hafen, Robben spielten im Wasser und auch eine Wasserschildkröte zeigte sich.

Schildkröte im Wasser
Schildkröte am Hafen

Jetzt mussten wir noch eine Unterkunft finden für uns acht Leute, die vier MoGs von Galapagos, zwei andere Freiwillige und Freunde und Cons und ich. Zu acht latschten wir demnach zu einem ersten Hostel. Joa, klingt ganz gut. Schauen wir uns noch ein weiteres an. Die nächste Unterkunft wurde uns günstiger angeboten, war ein Hotel, und kein Hostel, und zusätzlich hatte es noch einen eigenen Strand. Viel perfekter ging es nicht. Hier konnten wir es uns gut gehen lassen.

Hotel am schwarzen Strand auf Floreana
Hotel am schwarzen Strand

Küstenwanderung

Lange still sitzen konnten wir jedoch nicht, weshalb wir uns schon bald auf einen kleinen Spaziergang gemacht haben. Wir hatten von einer kleiner Lagune gehört, wo sich abundzu wohl Flamingos aufhalten sollen. Gefunden haben wir diese Lagune leider nie wirklich. Das einzige, was wir finden konnten, war nur eine Pfütze. Trotzdem war es ein schöner kleiner netter Spaziergang an der Küste von Floreana.

bunter Leguan
Ein Leguan in seiner vollen Pracht

Schnorcheln in der Robbenbucht

Anschließend hatten wir noch etwas Zeit, weshalb wir uns dafür entschieden, zur nahegelegenen Lobería zu gehen und ein wenig zu schnorcheln. Der sehr steinige Strand ließ das Betreten des Wassers erst einmal schwierig erscheinen. Doch wir fanden natürlich eine Stelle, wo man gut einsteigen konnte. Kaum waren wir im Wasser, waren wir überwältigt. Wir hatten von außerhalb zwar schon ein paar gesehen, aber nun erkannten wir, dass es noch viel mehr Wasserschildkröten gab. Zusammen mit diesen schwammen wir viel zu lange.

Wasserschildkröte und Mensch im Wasser
Schwimmen mit den Schildkröten

Doch den ganzen restlichen Nachmittag konnten wir nicht im Wasser bleiben. Jetzt kam die Frisbee zum Einsatz. Wir spielten Ultimate Frisbee: Zwei Teams spielen gegeneinander, müssen sich die Frisbee zuwerfen und in einem bestimmten Bereich fangen, um einen Punkt zu erzielen. Ist wahnsinnig einfach zu spielen, aber anstrengend und macht super viel Spaß. Gerade im Sand, wo man sich auch eben mal hinwerfen kann.

Frisbeespielen am Strand von Floreana
Frisbeespielen am Strand

Ausflug in die Highlands

Den folgenden Tag begannen wir mit einem Ausflug in die Highlands. Das einzige Taxi und Auto, dass es auf dieser Insel gab, heuerten wir an, sodass wir ein wenig ins Landesinnere kamen und mehr von der Insel Floreana sehen konnten. Zuerst brachte der Fahrer uns zu einem kleinen Pfad. Hier konnten wir die Süßwasserquelle der Insel, ein paar Riesenschildkröten und alte Seeräuberhöhlen sehen.

Seeräuberhöhle auf Floreana
Überreste alter Seeräuberhöhlen

Ein wenig Wandern war anschließend in der prallen Hitze noch angesagt. Hier hatten wir noch einen schönen Ausblick über die Insel. Bis zur berühmten Postbox der Insel durften wir leider nicht laufen. Da hätten wir einen Führer gebraucht, hatten darauf jedoch keine Lust.

Den Abend verbrachten wir stattdessen wieder mit Schnorcheln und Frisbeespielen. Später in der Nacht haben wir dann unseren mitgebrachten Caña (Zuckerrohrschnaps) getrunken und in den Geburtstag von Theresa, einer MoG von Galapagos, reingefeiert.

Robbe schwimmt auf dem Rücken
Chillige Robbe chillt im Wasser

Rückfahrt

Der letzte Morgen war sehr entspannt, aufgrund der recht kurzen vorangegangenen Nacht. Wir schwammen noch ein wenig, räumten alles auf und mussten gegen 14 Uhr die Insel mit unserem Boot wieder verlassen. Doch wir hatten auf unserer Heimfahrt unglaubliches Glück. Denn plötzlich sprangen Delfine aus dem Wasser. Eine Horde Delfine schwamm mit uns und sprang um uns herum. Teilweise erschienen sie nur wenige Meter von unserem Boot entfernt. Das war schon beeindruckend!

Springender Delfin
Die Delfine schwammen mit uns

Die letzten Tage auf Galapagos

Cons konnte sich nicht zurückhalten und musste auch noch die Insel Isabela besuchen. Ich machte mir dafür eineinhalb gemütliche Tage mit den anderen Freiwilligen auf Santa Cruz und nahm auch bei dem offiziellen Ultimate-Frisbee-Training teil. Das hat vielleicht Spaß gemacht!

Auf dem Rückweg zum Flughafen verlor ich leider noch mein Handy. Mein gutes Handy. Einfach im Taxi vergessen und danach nicht mehr aufgetaucht. Naja, eine letzte Woche im Guasmo überlebt man auch ohne Handy. Danach geht es ja schon wieder nach Deutschland.

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