Meine Abschiedsfeier – Die letzte Woche im Guasmo

Eine letzte Woche hatte ich noch im Guasmo. Was mache ich in dieser Woche? Zeit mit meiner Familie verbringen, Freunde treffen, die letzten Tage in der Musikschule genießen und musizieren. Aber das Wichtigste: Eine angemessene Abschiedsfeier schmeißen, ganz im ecuadorianischen Stil.

Die letzte Woche im Guasmo habe ich tatsächlich sehr viel mit Freunden verbracht. Auch quasi täglich war ich in der Musikschule Clave de Sur, habe mich gut mit Freunden unterhalten und musiziert. Mit dem neuen Freiwilligen Vincent und dem Ecuadorianer James legte ich vor allem ein paar Gitarren-Sessions ein.

Die Abschiedsfeier

Am letzten Samstag war es dann soweit. Hier musste ich meine Abschiedsfeier schmeißen. Und das mit großem Vergnügen. Da mein sehr guter ecuadorianischer Freund Jhon genau an diesem selben Tag seinen 18. Geburtstag feierte, legten wir diese fiesta einfach zusammen. So kauften wir am Abend Bier, Snacks und andere Kleinigkeiten, richteten mein Haus her und bereiteten alles vor, um später hier die Party schmeißen zu können.

Um 21 Uhr konnte es dann losgehen. Bzw. 21 Uhr war angekündigt, also um 22 Uhr waren dann tatsächlich ein paar Leute da. Die Musik lief bereits, laut und perfekt zum Tanzen. Zuerst Salsa Choke, dann Salsa Rumbera, Salsa Romantica, Merengue, Bachata, Reggaeton… Somit war für Musik gesorgt, die die ganze Nacht durchlief. Immer konnte man tanzen, sodass auch gar nichts anderes getan wurde diese Nacht.

Nur gegen Mitternacht marschierte eine Torte herein. Eine Torte für das Geburtstagskind, nicht für mich. So konnte ich mir zumindest die Torte im Gesicht ersparen. Jhon musste allerdings einmal herhalten und sein Gesicht dort hineinstecken.

Gruppenbild mit der Torte
Der verrückte Haufen

Es kamen immer wieder neue Leute dazu und so feierten und tanzten wir die ganze Nacht bis um sieben Uhr in der früh, als es langsam wieder hell wurde. Die Party war auf jeden Fall mit die beste in meiner Zeit in Ecuador, meinen Abschied habe ich so auf gebührend gefeiert.

Die letzten Tage

Vor allem die letzten zwei Tage habe ich viel in meiner Familie verbracht. Auch wenn immer nur ein kleiner Teil da war, weil alle ihrem Alltag nachgingen. Doch so hatte ich mit allen noch einmal ein wenig zu tun und wir haben es auch geschafft ein gemeinsames Gruppenbild zu schießen.

Gruppenbild mit meiner Gastfamilie
Meine verrückte Gastfamilie

Bald war auch schon der letzte Tag gekommen. Der Koffer war bereits gepackt und ich lief meine letzten Stunden im Guasmo herum um mich wirklich von allen Leuten zu verabschieden. Bis ich dann gegen 17 Uhr den Guasmo in Richtung Flughafen verließ. Um 20 Uhr sollte mein Flieger in Richtung Heimat abheben.

Ich mit meiner Gastschwester auf dem Rücken
Das letzte Foto mit meiner Gastschwester Chiki

Dann stieg ich in meinen Flieger. Über Amsterdam ging es wieder zurück nach München. Komisches Gefühl. Nach einem halben Jahr wieder zurück in die vertraute Heimat. So vertraut und doch fremd und ungewohnt zugleich, nach dem halben Jahr am anderen Ende der Welt

Am Flughafen holten mich mein Vater, meine Schwester und eine Freundin ab. Zusammen fuhren wir nach Hause. Dort überraschten mich einige sehr gute Freunde bei mir in der Wohnung mit einem Abendessen aus Leberkäse, Bretz’n, süßem Senf, Kartoffelsalat und Weißbier. Ein Traum, wenn man gerade wieder zurückkommt.

Ich soll wohl nicht so erfreut ausgesehen haben, als mich alle meine Freunde daheim empfingen, wurde mir gesagt. Dabei war ich aber einfach überwältigt. Wie gesagt, es war komisch nach so langer Zeit wieder zurückzukommen und trotzdem alles so vertraut zu haben. An der Stelle war ich einfach ein wenig überfordert, glaube ich. Gefreut habe ich mich aber auf jeden Fall, die Familie und meine Freunde wiederzusehen.

2 Antworten auf „Meine Abschiedsfeier – Die letzte Woche im Guasmo“

  1. Hi Matteo, wir warten ja alle sehnsüchtig auf eure Reiseberichte aus Australien. Aber ich finde es auch bissl schade dass es keine (?) Berichte mehr aus Ecuador gibt. Obwohl – ist schon auch schön, dass Simon wieder zuhause ist.

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